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Marlies aus Leipzig
Hallo

das neue Jahr fängt ja gut an! Donald Trump kündigt das Pariser Abkommen zum Klimaschutz auf und setzt voll auf fossile Brennstoffe. Friedrich Merz will neue Gaskraftwerke bauen und schließt auch Atomstrom nicht aus, obwohl selbst deren derzeitige Betreiber dagegen sind. Und die AfD will die Erneuerbaren gleich ganz streichen, hält die Klimakrise für ein Märchen – und wird leider viel zu stark in diesem Land.
Höchste Zeit für positive Visionen! 

Wir orientieren uns nicht nur an einer lebenswerten Zukunft, sondern tun, was in unseren Kräften steht, um auch unsere Gegenwart schon so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Und es gibt ja auch noch ein paar andere Parteien, die man demnächst wählen kann. Bange machen gilt nicht! 

Das findest du in dieser Ausgabe:

Aktion: Bundesweite Ampelaktion
3 Fragen an: Cynthia aus Dresden
Wir sind aktiv: Kreativ, demokratisch, unübersehbar und lustig
Quiz-Januar: Zocken für die Zukunft
Money, Money: Wir werden weiter gefördert
Faktencheck: Atomkraft vs. Windkraft 
Mehr Money: Kurze Reflexion zum Verursacherprinzip
Themenmonat: Veganuary

Cordula on Tour: Fast jeden Tag ein Vortrag

Omas mit Plakaten zur Ampelaktion
Die Ampel ist weg. Wir sind da!

Eine Straßenkreuzung mit Ampel, irgendwo in Deutschland. Eine Gruppe älterer Frauen und Männer steht mit bunten Transparenten am Straßenrand. Darauf steht etwa: „Zukunft wählen!“ Oder: „Wir wählen die Zukunft unserer Enkel - und Du?“ „Wir bekommen Zukunft gebacken! Mach mit!“ Die Ampel schaltet auf Rot für die Autos. Das ist das Signal für die Alten am Straßenrand: Sie gehen auf den Zebrastreifen und stellen sich so auf, dass Autofahrende ihre Transparente gut sehen können.

Einige am Steuer winken, einige hupen zustimmend oder genervt. Die mit den Transparenten winken allen gut gelaunt und fröhlich zu, mitunter werden den Autofahrenden auch Flyer gereicht. Dann schaltet die Ampel wieder um, die Alten verlassen den Zebrastreifen und geben die Straße frei. Bis zur nächsten Rotphase.

So läuft die Ampel-Aktion der Omas for Future am 11. Februar in vielen Orten in Deutschland. Kurz vor der Wahl geht es darum, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass am 23. Februar die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder maßgeblich bestimmt wird.  

Wir wenden uns dabei nicht nur an die Presse vor Ort und kündigen unsere Aktion so prominent wie möglich an, sondern sprechen auch mit möglichst vielen Netzwerk-Organisationen. In vielen Städten wird es auch an anderen Tagen die Ampelaktion geben, denn: Die Ampel ist weg. Wir sind da! Für alle Aktiven gilt: Bitte schickt uns eure Fotos, wir stellen sie ins Netz! 

Und dann gibt’s ja auch noch den Klimastreik am 14. Februar!Bist du dabei? 

Mehr Infos zur Ampelaktion
 
Cynthia aus Dresden
Drei Fragen an Cynthia (Regionalgruppe Dresden)

Obwohl die Leipziger Gruppe sehr aktiv und stark ist, tun wir uns im Osten der Republik besonders schwer, neue Gruppen zu gründen. Die bisher noch wenigen Aktiven brauchen Unterstützung. Deshalb stelle ich meine drei Fragen heute an Cynthia aus Dresden. 

Was sind die größten Herausforderungen für die Gruppe in Dresden? 

Eigentlich waren wir bis vor kurzem keine echte Gruppe, sondern nur zwei Frauen. Erst seit November formiert sich etwas wie eine Gruppe. Es war sehr schwer, denn die Omas gegen Rechts sind hier sehr stark und gesellschaftspolitisch aktive Frauen unserer Altersgruppe sind bisher tendenziell eher dort. 

Was motiviert dich? 

Zuerst war es mein Entsetzen über die Unvernunft. Wie wenig Menschen erkennen, dass der Klimawandel und seine Eindämmung ein Überlebensthema für uns alle ist. Und natürlich mein Verantwortungsbewusstsein für meine Enkelkinder, für alle, die nach uns kommen. 

Was hast du dir für 2025 vorgenommen? 

Wir müssen sichtbarer werden! Deshalb arbeiten wir daran, uns noch mehr als bisher mit Gleichgesinnten in der Stadt zu vernetzen und gemeinsam zu agieren. Der Dresdener Stadtrat hat beispielsweise einen Klimabeirat für unsere Stadt beschlossen. Aber der steht nur auf dem Papier und wurde immer noch nicht besetzt. Da wollen wir nun Druck machen. 

Wir sind aktiv

Überall in Deutschland sind gut gelaunte und kreative Leute mit Silberlocken und durch Lächeln, Nachdenklichkeit oder intensive Erfahrungen entstanden Fältchen im Gesicht im Namen der Zukunft aktiv. Hier ein paar aktuelle Beispiele: 

Kreativ: Derzeit bereiten sich viele Gruppen auf die Ampel-Aktion am 11. Februar (siehe oben) vor. Zum Beispiel in Bretten, Berlin, Nahe-Glan und Dresden werden mit viel Spaß am gemeinsamen Tun große und kleinere Banner gemalt. 

Demokratisch: Jeden Freitag bis zur Bundestagswahl am 23. Februar gestalten in Schwelm die Omas und Opas in der Fußgängerzone eine Mahnwache und werben dafür, eine Partei aus dem demokratischen Spektrum zu wählen. Dazu haben sie sogar ein eigenes Lied getextet, das sie immer wieder zur Melodie eines bekannten Schlagers in die kalte Winterluft schmettern. 

Unübersehbar: Die Regionalgruppe Ratzeburg hat für die Ampel-Aktion am 11. Februar knallig gelbe Warnwesten mit dem Omas-Logo bemalt. 

Nochmal demokratisch: In Ettlingen haben die Omas for Future ein Bürgergespräch zum Thema Klimakrise – Klimaschutz mit Vertretern (und einer Vertreterin) von SPD, CDU, Grünen, FDP und Volt organisiert, das am 3. Februar stattfindet. 

Lustig: In mehreren Orten, zum Beispiel in Biberach, zeigten und zeigen die Omas die Karikatur-Ausstellung „Glänzende Aussichten“ mit Karikaturen zu Klima, Konsum und anderen Katastrophen. Im Rahmenprogramm fanden auch Lesungen und Zukunftsquiz-Termine statt. 

Gewinnen des Quizmonats
Zocken für die Zukunft - unser Quiz-Januar

Den Januar haben wir dieses Jahr unter das Motto gestellt: Spielt das digitale Zukunftsquiz! Wo immer ihr könnt – Handy, Laptop oder PC! Und es ist passiert! Viele Begeisterte haben wild drauflos gequizzt. Im ganzen Januar wurden über 2.300 Spiele mit Account gespielt, das ist fast so viel wie sonst im ganzen Jahr!

Wir alle sind begeistert! Und es wurden auch schon Gewinnerinnen und Gewinner ausgelost sowie nachhaltige Preise verschickt. Eine Gewinnerin schrieb uns: „Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ihr dieses Gewinnspiel organisiert habt. Ich freue mich jetzt schon unglaublich darauf, die Produkte auszuprobieren ... ihr habt meinen Feierabend ein Stückchen mehr versüßt!“  

 
Money, Money: Wir werden weiter gefördert

Wir haben gute News! Das Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) wird ab dem 1. März bis Ende 2029 unsere Arbeit fördern. Unser Kernthema ist in diesem Zusammenhang – neben dem Fokus auf eine lebenswerte Zukunft und eine gesundende Erde – der Schutz der Demokratie.

Das machen wir ja schon die ganze Zeit, denn nur auf dieser Grundlage sind wir überhaupt in der Lage, etwas zu verändern. Immer auf der Basis unserer Verfassung, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Gefördert werden wir im Rahmen des Programms Zusammenhalt durch Teilhabe.  

„Im Mittelpunkt des Programms stehen Aktive und ehrenamtlich Engagierte in überregional tätigen Vereinen und Verbänden. Diese Vereine und Verbände… stellen eine entscheidende tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts dar“, so der schöne Ansatz des BMI.

Und das passt genau zu uns, deshalb bekommen wir diese wichtige Förderung für satte fünf Jahre. Das wird uns auch über einen eventuellen Politikwechsel nach dem 23. Februar hinaus eine gewisse Sicherheit geben.

Atomkraft vs. Windkraft 

Übrigens habe ich neulich in einer Signal-Gruppe der Omas gegen Rechts dieses Bild gefunden, das ich dir nicht vorenthalten will. Es ist so schön plakativ. Die Quellen für die Aussagen darauf liegen mir natürlich vor. Wer mehr wissen will, kann sich gerne bei mir melden. 

Kurze Reflexion zum Verursacherprinzip 

Eine Januar-Meldung unseres Kooperationspartners Oxfam, mit dem wir über unsere gemeinsame Mitgliedschaft in der Klima-Allianz verbunden sind, ließ mich aufhorchen: „Nach gerade einmal zehn Tagen hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung seinen fairen Anteil am jährlich noch verträglichen Treibhausgasbudget verbraucht. Ein Mensch der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung würde hingegen im Durchschnitt sein Jahresbudget erst nach fast drei Jahren erreichen.“ 

Das hat mich dazu veranlasst, nachzuschauen, wie viele Superreiche es eigentlich in Deutschland gibt. Und siehe da, allein im Jahr 2023 besaßen in Deutschland etwas mehr als 2,82 Millionen Menschen jeweils umgerechnet mehr als eine Million US-Dollar.

Tendenz deutlich steigend. Damit rangierte Deutschland weltweit an sechster Stelle hinter den USA (fast 22 Millionen Millionäre), China (gut 6 Millionen), Großbritannien (3,1 Millionen), Frankreich (2,9 Millionen) und Japan (2,83 Millionen). All diese Zahlen sind inzwischen vermutlich schon wieder nach oben zu korrigieren.

Sie stammen aus dem UBS Global Wealth Report 2024, der damit rechnet, dass die Zahl der Millionäre allein in Deutschland bis 2028 auf 3,2 Millionen steigen könnte. Nachzulesen im Internet auf der Seite der Sparkasse. Dort finden sich übrigens noch eine Menge weiterer interessanter Daten in diesem Zusammenhang. 

Zur Studie

Vor diesem Hintergrund fallen mir gleich ein paar konstruktive Wege ein, wie man die Kosten des Klimawandels gerechter – nicht zuletzt entsprechend dem Verursacherprinzip – verteilen kann. Stichwort Spitzensteuersatz...

Themenmonat: Veganuary 

Apropos Themenmonat: Hast du den Veganuary ausprobiert? Oder den Dry January? Also einen Monat nur vegan oder zumindest vegetarisch essen und/oder auf Alkohol verzichten? Und was hast du damit für Erfahrungen gemacht? Ich freue mich über kurze Mitteilungen dazu.

Hast du auch in Zukunft Lust auf ähnliche Themenmonate?

Alle Termine zur Vortragsreise von Cordula Weimann
Fast jeden Tag ein Vortrag 

Omas for Future Gründerin Cordula Weimann, die mit ihrem Buch „Omas for Future. Handeln! Aus Liebe zum Leben“ ein Manifest für eine lebenswerte Zukunft geschrieben hat, tingelt damit gerade durch die Republik.

Jahresauftakt war am 13. Januar in Freiburg. Noch bis Ende Mai läuft die Tournee. Was man schon jetzt sagen kann: Das Presseecho ist beeindruckend und das Publikumsinteresse riesig.

Ich habe einen dieser Vorträge hier in Leipzig miterlebt und kann nur empfehlen, sich das mal anzusehen und anzuhören.

Es ist beeindruckend! 

Für den Fall, dass du es nicht zu einem der Termine schaffst, haben wir hier eine Aufzeichnung für dich:

zum Vortrag
 

Und heute mal eine Frage von mir persönlich: Ich mache ja diesen Newsletter nun schon eine Weile. Ist das so okay für dich? Interessieren dich die Themen? Oder vermisst du etwas? Schreib mir gerne. 

Das war's für heute. Ich freue mich, dass du dich für unsere Arbeit und die Omas for Future interessierst – oder sogar aktiv dabei bist.

Bis zum nächsten Mal!   

Herzliche Grüße aus Leipzig
Marlies  

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Vertreten durch Cordula Weimann (Vorsitzende)
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